Ileum ConduitUm ein Urostoma anzulegen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Welche Form für Sie am besten geeignet ist, wird Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen besprechen. Die am häufigsten eingesetzte Operationsmethode ist das Ileum- (bzw. Kolon-) Conduit. Bei dieser Urostomie wird ein Stück Dünndarm (Ileum-Conduit), in seltenen Fällen ein Stück Dickdarm (Kolon-Conduit), abgetrennt und einseitig verschlossen. Die zweite Seite wird als Stoma durch die Bauchdecke ausgeleitet. Die Harnleiter werden in dieses Darmstück eingeleitet, so dass der Urin – nach der Anlage eines Ileum-Conduit oft mit Schleim vermischt – darüber ausgeschieden werden kann. UreterocutaneostomieBei der Ureterocutaneostomie werden die Harnleiter direkt von den Nieren durch die Bauchdecke ausgeleitet. Dabei können die Harnleiter einseitig oder beidseitig ausgeleitet werden. Wenn beide Harnleiter ausgeleitet werden, kann dies auf beiden Seiten der Bauchdecke erfolgen. Alternativ werden beide auf der gleichen Seite der Bauchdecke ausgeleitet. Werden sie vorher zu einem Harnleiter verbunden, nennt man das Trans-Ureterocutaneostomie. Ureterostomien werden dauerhaft geschient. Diese Harnleiterschiene verhindert, dass die Haut die Harnableitung „verschließt“. Die Schienen werden alle 6 Wochen durch den Urologen gewechselt.
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