Spina Bifida–Therapie Die Behandlungsmöglichkeiten bei Spina bifida richten sich nach der Form und Schwere der Spina bifida. Die leichteste Form muss im Allgemeinen gar nicht behandelt werden. Bei einigen Kindern kann jedoch eine Operation erforderlich werden, wenn sie heranwachsen.
Operation Bei den meisten Kindern mit schwereren Formen von Spina bifida ist die erste Maßnahme der chirurgische Verschluss des Wirbelsäulendefektes. Damit lassen sich zwar weder verlorenes oder beschädigtes Nervengewebe retten noch ein Funktionsverlust beheben, aber man kann das Risiko für Infektionen und die damit verbundenen Folgeschäden verringern und einer weiteren Schädigung der Wirbelsäule vorbeugen. Die Operation wird meist in den ersten Lebenstagen vorgenommen. Es ist auch möglich, schon vor der Geburt zu operieren – damit werden möglicherweise bessere Ergebnisse erzielt, das Verfahren gilt aber noch als experimentell.
Behandlung von Begleiterscheinungen Weitere Therapiemaßnahmen können für begleitend auftretende Beschwerden erforderlich werden, zum Beispiel bei ausgekugelter Hüfte, Klumpfuß oder verkrümmter Wirbelsäule. Wenn sich im Gehirn zu viel Flüssigkeit sammelt, kann ein Ableitungsschlauch (Shunt) gelegt werden, der Gehirnschäden verhindert und nachweislich das Gedächtnis, die Koordination und andere Gehirnfunktionen verbessert. Da solche Shunts sehr infektionsanfällig sind, muss der Patient im Laufe seines Lebens viele Male operiert werden.
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