Querschnittlähmung – TherapieEine Querschnittlähmung ist oft die Folge eines schweren Unfalles, bei dem das Opfer auch noch weitere lebensbedrohliche Verletzungen erleidet. Darum besteht der erste Behandlungsschritt immer darin, am Unfallort das Leben des Opfers zu erhalten und die Wirbelsäule ruhigzustellen, damit sie nicht weiter geschädigt wird. Sobald das Unfallopfer nicht mehr in Lebensgefahr schwebt, wird angestrebt, weitere Schäden am Rückenmark zu verhindern und die Folgeschäden gering zu halten. Im Krankenhaus kann dem Patienten eine hohe Dosis Steroide gegen Schwellungen gegeben werden. Mit einer Extensionsvorrichtung zur Ruhigstellung (Immobilisierung) wird die Lage des verletzten Teiles der Wirbelsäule stabilisiert und korrigiert. Einige Patienten müssen operiert werden, zum Beispiel um Blutgerinnsel zu entfernen, die Wirbelsäule zu begradigen oder Stifte, Platten oder andere Hilfsmittel einzusetzen, die die Wirbelsäule in Position halten.
Wenn die Rückenmarksverletzung durch eine Infektion bedingt ist, können Antibiotika gegeben werden. Eine Rückenmarksverletzung wirkt sich bei jedem Menschen anders aus, und dementsprechend muss auch die Behandlung auf die Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten sein. In den meisten Fällen umfasst die Behandlung Rehabilitation und Krankengymnastik sowie Maßnahmen für den Umgang mit Folgeerscheinungen der Verletzung. Diese Behandlungsphase kann auf einer Spezialstation für Rückenmarksverletzungen beginnen und kann meist nach angemessener Zeit zu Hause fortgesetzt werden. Eine Querschnittlähmung ist auch psychisch extrem belastend. Betroffene brauchen oft Beratung und psychologische Behandlung, um zu lernen, mit ihrer neuen Situation umzugehen.
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