Infolge neurologischer Erkrankungen oder einer Querschnittlähmung kann es zu Störungen der Sexualfunktion kommen.Dieser Zustand muss jedoch nicht als gegeben hingenommen werden. Wichtig ist auch, dass Sie ausführlich und offen mit Ihrem Partner über Ihre Befürchtungen und Ängste bezüglich Harninkontinenz und Sexualität sprechen. Aus urologischer Sicht ist der intermittierende Selbstkatheterismus in Bezug auf Intimität ein großer Gewinn an Freiheit. Durch die Entleerung der Blase unmittelbar vor dem intimen Kontakt ist ein ungewollter Urinverlust vermeidbar.
Sogar mit einem Katheter, der dauerhaft in der Harnröhre liegt, ist der sexuelle Kontakt möglich. Beim Mann kann dies allerdings etwas problematisch sein. Sprechen Sie am besten einmal mit Ihrem Arzt über diese Möglichkeit. Trägt die Frau einen transurethralen Dauerkatheter, ist der intime Kontakt möglich, da Scheiden- und Harnröhrenöffnung voneinander getrennt sind. Entfernen Sie den Urinbeutel und fixieren Sie den Katheter am Körper. Führt der Katheter durch die Bauchdecke nach außen, ist sexueller Kontakt selbstverständlich ohne weiteres möglich. Nur sollte zuvor der Auffangbeutel entfernt und der Katheter am Körper fixiert werden.
Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über das genaue Vorgehen!
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