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Ernährung für Urostomieträger 

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Ernährung bei Urostoma

Nach jeder Operation braucht der Körper eine Weile, um sich zu regenerieren. Dies gilt natürlich auch für eine Urostomie-Operation. Nach einer gewissen Zeit können Sie dieselben Lebensmittel, die Sie bisher gegessen haben, wieder zu sich nehmen. Hier finden Sie einige Ernährungsleitlinien, die Urostoma-Patienten unterstützen. Wenn Ihr Arzt Ihnen eine spezielle Diät empfohlen hat, sollten Sie seinen Rat befolgen.




Werde ich auf bestimmte Nahrungsmittel anders reagieren?
Im Prinzip müssen Sie Ihre Ernährung nach der Urostomie-Operation nicht umstellen. Bei einigen Nahrungsmitteln wie Spargel, Fisch und Gewürzen kann Ihr Urin einen ungewöhnlichen Geruch oder eine ungewöhnliche Farbe annehmen. Dies ist jedoch kein Grund zur Beunruhigung.

Muss ich mehr trinken?
Ja. Aufgrund Ihrer Operation hat Ihr Körper nicht mehr die natürlichen  Abwehrmechanismen gegen Harnwegsinfektionen. Wenn Sie mehr trinken, werden die Harnwege durchgespült, wodurch sie von Bakterien freigehalten werden. Dies beugt Harnwegsinfekten vor. Falls nicht anders vom Arzt verordnet, sollten Sie zehn bis zwölf Gläser Flüssigkeit täglich trinken. Es ist normal, wenn sich im Urin einige Schleimstückchen befinden. Wenn Sie mehr Flüssigkeit zu sich nehmen, reduziert sich der Schleim. Achten Sie außerdem darauf, dass eine dunkle Färbung Ihres Urins ein Hinweis auf Dehydrierung (Austrocknung) sein kann. In diesem Fall sollten Sie mehr trinken.

Was soll ich trinken?
Am besten trinken Sie überwiegend Wasser oder Fruchtsäfte. In Maßen sind auch Tee und Kaffee erlaubt. Aber denken Sie daran, dass mehr als zwei Tassen eines koffeinhaltigen Getränks eine Dehydrierung verursachen können. Daher sollten die zehn bis zwölf Gläser täglich überwiegend aus Wasser und Fruchtsaft bestehen. Reiner Preiselbeersaft ist ebenfalls ein sinnvolles Getränk, um den Säuregehalt im Urin zu erhöhen und Harnwegsinfektionen vorzubeugen. Wenn Sie den Geschmack von Preiselbeersaft nicht mögen, können Sie Preiselbeertabletten mit Wasser einnehmen. Wenn Sie blutverdünnende Medikamente erhalten, sollten Sie jedoch den Pfleger oder Ihren Arzt konsultieren, bevor Sie Preiselbeeren in Ihren Speiseplan aufnehmen. Nehmen Sie den Blutverdünner Warfarin (Markenname: Coumadin®) ein, verzichten Sie bitte ganz auf Preiselbeersaft.

Zeichen und Symptome einer Harnwegsinfektion:

• Erhöhter Schleim im Urin
• Trüber, stark riechender Urin
• Fieber
• Verwirrung
• Appetitlosigkeit
• Rückenschmerzen
• Übelkeit und Erbrechen
• Blut im Urin

Falls bei Ihnen eines oder mehrere der Symptome auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Hin und wieder können Sie gern ein Glas Alkohol genießen, wenn sich dies mit Ihren Medikamenten vereinbaren lässt.

Falls Sie Fragen oder Zweifel haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

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